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St. Sebastian Schützenbruderschaft

1888 Brockhausen e.V.

 

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Seit über 125 Jahren besteht die Schützenbruderschaft St. Sebastian Brockhausen.

Zuerst gegründet als "Kameradschaft Brockhausen" war das vorrangige Vereinsziel für die Gründungsväter "einmal im Jahr in der Brockhauser Gemeinschaft ein Fest zu feiern". In einem der ältesten Lokale Mendens, der Gastwirtschaft Oesterberg (heute Bauernstube) an der B 7 in Brockhausen fanden sich die Männer der 1. Stunde Josef Hempelmann, Wilhelm Kortmann, Josef und Anton Kramer, Kaspar Oesterberg, Bauer Brune und Christian Krees (1. Oberst der Kameradschaft) zur Gründungsversammlung. Um sich vom bereits seit 1848 bestehenden Verein in Schwitten abzugrenzen, wurde statt eines Schützenkönigs in den ersten Jahren ein Gänsekönig ermittelt. Im Apfelhof hinter Oesterbergs Wirtschaft wurde ein Zelt aufgestellt. Die Kandidaten mußten mit verbundenen Augen einer toten Gans den Kopf abschlagen.Während der beiden Weltkriege ruhten die Vereinsaktivitäten. Die Chronik berichtet von schmerzlichen Lücken, die in die Reihen der Kameradschaft gerissen wurden. Nach dem 2. Weltkrieg fand am 1. 1. 1948 wieder die erste beschlußfähige Versammlung statt. Man beschloß, die Schützenkameradschaft in Schützenbruderschaft St. Sebastian Brockhausen umzubenennen und sich dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften anzuschließen. Die erste Generalversammlung fand am 4. April 1948 im Vereinslokal Oesterberg statt.  

In den Vorstand wurden gewählt:

 

1. Brudermeister und Oberst: Kaspar Hans

2. Brudermeister: Kaspar Plümper

1. Schriftführer: Kaspar Dechêne

1. Kassierer: Franz Rosenbaum

1. Schützenmeister: Josef Plümper

 

In diesem Jahr wurde erstmals seit Kriegbeginn auch wieder ein Schützenfest gefeiert. Der 1. König mußte aufgrund der Vorschriften seitens der Alliierten noch mit Steinwürfen auf Glühbirnen ermittelt werden. Später wurden Luftgewehre eingesetzt. In den ersten Jahren nach dem Krieg wurden die Könige zunächst am heutigen Rübengarten ermittelt, danach unterhalb der Stellmacherei Hempelmann in Brockhausen; später am Waldrand oberhalb des jetzigen Schützenplatzes. Dieser wurde den Brockhauser Sebastian-Schützen erst im Zuge der Separation 1953 zugewiesen. Erst ab 1953 durfte wieder mit "echten" Gewehren und scharfer Munition auf einen Vogel geschossen werden. Inzwischen wird die Vogelstange direkt am Schützenplatz unter Kempfers Eichen aufgestellt. Das 1. Königspaar nach dem Krieg wurde Wilhelm Emmerich (†) mit Else Düllberg (†) .Wilhelm Emmerich wurde 1964 zum 1. Brudermeister und Oberst der Bruderschaft gewählt. 1970 kam er bei einem tragischen Verkehrsunfall während des Schützenfestes um Leben. Seit 1961 wird in Brockhausen der Bereich um den Vogel mit einem Kugelfang gesichert. Gemeinsam mit der Lürbke, Lendringsen, Bösperde und Halingen wurde ein transportabler Kugelfang angeschafft. Heute wird die Anlage nur noch von den Lürbker Hubertusschützen und den Brockhausern, und seit diesem Jahr auch wieder von den Lendringsern genutzt . Die anderen Vereine haben sich inzwischen eigene stationäre Anlagen gebaut.Während sich die Mehrzahl der Aktiven damit begnügt, einmal im Jahr an der Vereinsmeisterschaft teilzunehmen und am Schützenfestmontag auf den hölzernen Vogel anzulegen, sind die Schüler und Jugendlichen auch übers Jahr im sportlichen Luftgewehr und Kleinkaliberschiessen aktiv.